ZEIT AG - Timeware of Switzerland

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Weshalb gibt es Armut in einer Demokratie?

11.02.2014

Am Donnerstag 11. Dezember 2014 abends diskutierten die Surseer SP-Kantonsrätin Yvonne Zemp, Professor Ueli Mäder von der Universität Basel, Buchautor Martin Schenk von der Diakonie Wien, Gemeindepräsident und FDP-Kantonsrat Rolf Born und der Leiter der Luzerner Dienststelle für Soziales Antonio Hautle unter der Gesprächsleitung von Bruno Schaller im Bürgersaal des Rathauses Sursee zu einem Thema, das betroffen macht: «Weshalb gibt es Armut in einer Demokratie?».

Ivo Muri, Initiator der Veranstaltungsreihe «Zeitzeichen» leitete den Abend ein mit dem Video «Wahre Worte» des deutschen Kabarettisten Christoph Sieber. In wenigen aber wirkungsvollen Worten vermag dieser Kaberettbeitrag das Unbehagen auszudrücken, das heute viele Menschen mit Bezug auf ihre Situation in Wirtschaft und Gesellschaft haben: Die Angst vor dem zunehmend härteren Kampf um Arbeitsplätze und um die wirtschaftliche Existenz. Ueli Mäder und Martin Schenk berichteten in ihren Referaten aus der Praxis und zeigten an erlebten Beispielen eindrücklich auf, dass diese Ängste der Menschen berechtigte Realität sind. Die Gesprächsrunde zeigte, dass die Fragestellung der Veranstaltung klar und unmissverständlich, die Antworten jedoch nicht so einfach zu finden sind.

Referenten / Podiumsteilnehmer: Yvonne Zemp, Ueli Mäder, Rolf Born, Martin Schenk und Antonio Hautle 

Moderation: Bruno Schaller

Könnten wir uns selbst und die Wirtschaft anders regieren und die Gefahr der Armut für uns alle dauerhaft ausschliessen? Wenn Bürgerinnen und Bürger von Sursee sich im Bürgersaal treffen und sich einig sind, dass sie sich in einer Demokratie selbst regieren, dann müssten sie auch herausfinden können, warum es Armut gibt! Mit dieser These leitete der Surseer Unternehmer und Zeitforscher Ivo Muri zum Apéro über. Und er gab der Hoffnung Ausdruck, dass die Anwesenden sich im kommenden Jahr im Rahmen eines Projektes vertieft mit dieser für unsere Gesellschaft wichtigen Fragestellung weiter befassen. Man stelle sich vor, Sursee würde sich profilieren, indem diese Wakkerstadt die erste Stadt in der Schweiz wäre, welche den CARITAS-Laden nicht mehr braucht. Für die Kleinstadt Sursee könnte dies ein spannendes Leuchtturmprojekt sein. Die angeregte Diskussion der Referenten und auch des Publikums zeigte, dass auch dieses «Zeitzeichen» wieder äusserst aktuell und gesellschaftsrelevant war.

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weitere Informationen: Suhrentaler, Innerschweiz Online
 
 
 
 

Öffentliche Verwaltungen – Bald schon privatisiert?

18.09.2014

Am Donnerstag, 18. September 2014 hat die vierte Veranstaltung der Reihe Zeitzeichen stattgefunden.

Sachkundige Referenten und Podiumsteilnehmer aus der Schweiz und Deutschland diskutierten zum Thema „Öffentliche Verwaltungen. Bald schon privatisiert?“ in Nottwil.

Rund 30 interessierte Teilnehmende folgten den drei Referaten von Ivo Muri (Unternehmer und Zeitfor­scher), Max Christian Graeff (Buchautor) und Charly Freitag (Präsident Regionaler Entwicklungsträger). Der anschliessenden Po­diumsdiskussion schloss sich ausserdem Prof. Dr. rer. oec. Adrian Ritz (Professor Universität Bern) an. Durch den Abend führte der Moderator Dr. Philipp Gut (Stellvertretenden Chefredaktor der Weltwoche). Das Thema stiess auf reges Interesse: Es entstanden spannende Diskussionen zwischen den Podiumsteilnehmenden und dem Publikum

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Referenten / Podiumsteilnehmer: Max Christian Graeff, Charly Freitag, Dr. Adrian Ritz und Ivo Muri

Moderation: Dr. Philipp Gut
weitere Informationen: Surentaler, Innerschweiz Online

  
 
 
 

Ist Armut Diebstahl?

15.01.2014

Am Mittwoch, 15. Januar 2014 hat die dritte Veranstaltung von Zeitzeichen stattgefunden.

Unter dem Titel "Ist Armut Diebstahl? Der Sozialstaat auf dem Prüfstand.“ diskutierten sachkundige Referenten in Sursee. 

Referenten / Podiumsteilnehmer: Dr. René Zeyer, Prof. Dr. Ueli Mäder und Ivo Muri

Moderation: Dr. Philipp Gut

Rund 60 Zuhörer folgten den Referaten und dem Podium unter der Leitung von Dr. Philipp Gut (Stellvertretenden Chefredaktor der Weltwoche). Als Referenten vertreten waren Dr. René Zeyer (Publizist), Prof. Dr. Ueli Mäder (Professor) und Ivo Muri (Unternehmer und Zeitforscher).

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weitere Informationen: Oberwiggertaler, Innerschweiz Online, Gewerbe Luzern

  
 
 
 

Franken oder Euro?

11.02.2014

Am Freitag, 29.11.2013 hat die zweite Veranstaltung von Zeitzeichen stattgefunden.

Unter dem Titel „Franken oder Euro? Braucht Europa nationale Währungsräume? Die Herausforderungen der Eurokrise für die Schweiz.“ diskutierten sachkundige Referenten in Nottwil.

Referenten / Podiumsteilnehmer: Dr. Christoph Blocher, Christa Markwalder, Dr. Tobias Straumann,
Dr. oec. Serge Gaillard und Ivo Muri

Moderation: Martin Schenk

Rund 100 Zuhörer folgten dem Podium unter der Leitung von Dr. Philipp Gut (Stellvertretenden Chefredaktor der Weltwoche). Auf dem Podium vertreten waren Dr. Christoph Blocher, Christa Markwalder, Dr. Tobias Straumann, Dr. oec. Serge Gaillard und Ivo Muri.

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weitere Informationen: Zofinger Tagblatt, Radio Inside
 
 
 
 

Geld isst Zeit

13. September 2013

Erste Veranstaltung der Reihe „Zeitzeichen“ zum Thema „Geld isst Zeit“

Oekonomen fordern eine Umkehr in der Geldpolitik

Die ZEIT AG lud am Freitag, 13. September 2013 an der Kantonsschule Sursee zur ersten Veranstaltung „Zeitzeichen“.

Unter der Leitung von Dr. Philipp Gut diskutierten namhafte Oekonomen zum Thema „Geld isst Zeit“.

Ivo Muri, Geschäftsführer der ZEIT AG eröffnete mit einem Referat, in dem er aufzeigte, dass die heutigen Probleme in der Geldwirtschaft nicht neu sind. Nur konnte in der Oekonomie während Jahren nicht wahr sein, was nicht wahr sein darf.

Foto Zeitzeichen

Nach einer Inkubationszeit von 20 Jahren falscher Wirtschaftstheorien seien die Kollateralschäden nun nicht mehr vor der Oeffentlichkeit zu verdecken – so Muri. Er zitierte Alan Greenspan (ehemaliger Chef der US-Notenbank FED), der bereits im Oktober 2008 vor dem US-Kongress öffentlich bekannte, dass er während vierzig Jahren an falsche Ideologien und Wirtschaftstheorien geglaubt habe.

Auch zeigte Muri auf, wie die Zeit zu Geld wird und wie wir alle dadurch in eine Fixkostenspirale und Schuldenspirale – eine Art Hamsterrad - getrieben werden. Wir könnten jedoch das Hamsterrad konfliktarm stoppen, wenn wir die Mechanik der Fixkostenspirale genau analysierten.

Dr. Hans-Christoph Binswanger schloss direkt an die Zeitthematik an und analysierte die Unruhe in der Wirtschaft. Er kam zum Schluss, dass für diese Unruhe nicht der Einzelne handelnde Mensch, sondern Fehler in der Geldwirtschaft verantwortlich sei. Also Systemfehler in der Geldorganisation, die der informierte Oekonom eigentlich schon lange kennt.

Schon Goethe wusste dies, als er im Faust II die Unruhe in der Wirtschaft beschrieb, so Binswanger. Oder als er im „Zauberlehrling“ darauf hinwies, dass was in der Wirtschaft zuerst wie Zauberei wirkt, plötzlich zu einer Ueberforderung des Hexenlehrlings führt.

Binswanger forderte konkret, dass auch in der Geldwirtschaft wieder die Hand des Meisters gefragt sei, um die Geldflut und damit das Hamsterrad zu stoppen. Zuviel Geld sei heute wie in allen grossen Wirtschaftskrisen das Problem in der Wirtschaft – nicht zu wenig Geld.

Damit übergab er an Dr. Martin Neff, Chefökonom von Raiffeisen Schweiz. Auch Neff zeigte klar auf, dass wir wohl oder übel damit rechnen müssen, dass die heutigen Blasen in der Geldwirtschaft uns auch in den kommenden Jahren noch beschäftigen werden. Auch er betonte, dass nicht der einzelne handelnde Mensch (Banker), sondern falsche Anreizsysteme zur Krise geführt haben.

Beruhigend war dann für viele durch Dr. Heinrich Bortis von der UNI Fribourg zu hören, dass offenbar schon Aristoteles über die heutigen Probleme nachgedacht und dafür Lösungen gekannt habe.

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Am wichtigsten sei, dass man aufhöre von „Die Wirtschaft“ zu sprechen. Aristoteles habe unterschieden zwischen „Oikonomia“ (reale Wirtschaft“) und Chrematistik (Die Kunst des Geldmachens).

Und bei der Kunst des Geldmachens müssten wir ansetzen, um die reale Wirtschaft wieder zu beruhigen. Er bestätigte damit Hans-Christoph Binswanger.

Bortis plädiert für eine Rückkehr zu Volkswirtschaften, die über das Geldsystem mittels eines demokratischen politischen Prozesses gesteuert werden können. Das kann die heutige Weltwirtschaft mit Dollar, Yuan und EURO definitiv nicht mehr.

Ivo Muri doppelte nach, indem er sagte, dass der Begriff „too big to fail“ leider auch für ganze Währungsräum wie den EURO gültig sei. Auch stellte er die Frage, dass wir uns gut überlegen sollten,  von wem wir uns regieren lassen möchten. Heute würden wir vom Geld regiert. Aber eigentlich müsste es in einer Demokratie so sein, dass wir uns selbst regieren. Und das können wir nur, wenn wir auch das Geld regieren.

Daraus leitete ein Teilnehmer ein hervorragendes Schlusswort ab, in dem er sich für den interessanten Abend bedankte und sich wünschte, dass es  in einer Demokratie möglich sein sollte, solche Gespräche über schwierige Themen in aller Offenheit zu führen.

Der Abend wurde vom „Seemannschor Sempach“ mit dem  Lied „schön war die Zeit“ perfekt abgerundet.  

FOTO PODIUM
Referenten / Podiumsteilnehmer: Hans Christoph Binswanger, Heinrich Bortis, Martin Neff und Ivo Muri

Moderation: Dr. Philipp Gut

weitere Informationen: Präsentation Zeitzeichen

 

 

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